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...zur Zeit in Arbeit.

Es war im warmen Spätsommer '99, hier im Südschwarzwald bedeutet das immer
10°C mehr und wir bemerkten eine schwarze krümelige Substanz im Fell unserer
liebsten Katze. Unser erster Gedanke ging in Richtung Unsauberkeit. Also
bürsteten wir das Fell unserer kleinen Layla allabendlich sehr liebevoll aus.
Ein paar Tage später bemerkte meine Frau ein Tierchen, welches sich flink
durchs Fell schlängelte. Es war nicht einfach ein solches Biest zu fangen. Mit
Pinzette und feinem Kamm 'bewaffnet' machten wir uns daran, einen Fang zu
landen. Da ich zu dieser Zeit noch über einen Dia-/Negativscanner der Marke
'Canon (Canoscan 2700)' verfügte, nahm ich das Tierchen zwischen 2 Objektträger
und scannte es in den vollen 2700dpi ein.

Floh6
Diese 'bösen' Biester haben mir ne Menge schlafloser Nächte bereitet (mit Negativscanner 'durchleuchtet', 2700dpi)

Diese Abbildungen verglichen wir mit bebilderten Büchern und kamen zu dem
Ergebnis, dass es sich um Flöhe handeln musste. Der Gedanke alleine liess uns
erschaudern. Flöhe? Wie denn? Layla ist doch eine Wohnungskatze. Wie kommt ein
Floh in unsere Wohnung? Da gerät man schon ins Grübeln. Gesicherte Erkenntnisse
liegen uns bis heute nciht vor, aber die wahrscheinlichste Lösung geht in
Richtung Garten und Igel. Meine Frau ist eine tüchtige Gärtnerin und hat
vermutlich von dort einen mit ins Haus gebracht. Die Population eines Solchen
ist bemerkenswert, sodass es bei unseren warmen Temperaturen nicht weiter
verwunderte, dass in den Räumen, in denen die Katze Zugang hat (alle ausser
Schlafzimmer und Klo) ein Befall stattgefunden hatte.

Floh2

Im ersten Moment waren wir hilflos! Es wurde die Wohnung ausgesaugt und zwar
mit solch einer Gründlichkeit, als würden wir an Hausstaubmilbenallergie leiden
(unsere Nachbarn machten sich schon Sorgen wegen des ständigen Geräuschs, dass
aus der Wohnung kam).

Es wurde viel gelesen, das Internet bot sich an. Erst mussten die Tiere auf der
Katze beseitigt werden, dann die Nistplätze. Um unserem Schatz nicht zu
schaden, sahen wir von 'chemischen Keulen' zunächst ab und beschäftigten uns
mit biologischen Mitteln. 'Wässerchen', die den Schutzpanzer der Tiere auflösen
sollen... und und und. Die Versprehungen der Hersteller dieser Produkte sind
immer gross. Geholfen hat es sicherlich nur dem Geldbeutel der Produzenten.
Auch die Katze konnte mit dieser Substanz behandelt/gewaschen werden. Das war
der Katze erstes Bad und wird ihr und auch uns (Kratzer ohne Ende) sicherlich
in unvergessenbarer Erinnerung bleiben. Auch dahingehend haben wir gelernt, dass das Tier waehrend des Waschvorgang mit allen Pfoten auf greifbaren Untergrund stehen muss, um ihre Unsicherheit zu verlieren. Es bot sich eine umgedrehte Bierkiste an, auf der sie Halt fand. Leider verbesserte das ihr Vorliebe fuer solche Unternehmungen nicht, aber es minderte die Anzahl unserer Verletzuungnen. Es ist auch von Vorteil, ihr die "Sicht" zu nehmen, sie verhielt sich dann viel ruhiger und die Augen waren gleichzeitig vor Spritzwasser geschützt. ---nasse Katze Die Katze war zwar danach immer Flohfrei, jedoch hielt dieser Zusatnad nicht lange an. Alle in der Wohnung befindlichen Tiere machten danach sofort wieder ueber ihr Blut her. Meine Frau entwickelte eine Perfektion beim Föhe fangen, dass sie allabendlich ca 15 Flöhe fing. Die Population hatte soweit zugenommen, dass selbst im Wohnzimmer unsere Beine angesprungen wurden. Ich kann euch sagen, es war ein Erfahrung. In der damaligen Situation waren wir panisch. Ich wollte aber auch nicht den Kammerjäger holen. Wer hat den schon gerne im Haus? Aber ein Anruf konnte nicht schaden.Alle wollten gleich einen Termin machen. Für alle die nun meinen das das Wohlbefinden der Katze und auch unseres das doch wert sein sollte, denen sei gesagt, das es mit einmal sprühen nicht getan ist. Der Kammerjäger vereinbart mehrere 'Sitzungen' und versprüht das Gift literweise. Das geht richtig tief ins Geld. Es musste doch eine effizientere Lösung geben. Ein Telefonat bei einen inzwischen verstorbenem Kammerjäger, seine Adresse war aber noch in den gelben Seiten, brachte mir dessen Witwe an die 'Strippe'. Diese Frau, mit der ich mich 15min. unterhielt und die keinerlei finanziellen Hintergedanken hatte, brachte die grösste Hilfe und zwar psychische Unterstuetzung. Danach ging ich halbwegs mit klaren Gedanken an die Sache heran. Unsere Akzeptanz chemischen Mitteln gegeueber wurde immer groesser. Ein Flohhalsband lehneten wir kategorisch ab. Chemie pur und zwar in einer so starken Dosierung, dass es nur bei freilaufenden Katze Sinn machen würde. Wir haben dann folgende Kombination für die Beste empfunden. Erst wurde die Katze mit Antiflohshampoo gebadet, daraufhin bekam sie eine Tiguvon-Behandlung. Das ist diese Tinktur, die die Katze in den Nacken geträufelt bekommt und dann 3 Monate jegliche Art Ungeziefer von ihr fern hält. Um sie vor weiternen Befall zu isolieren, sperrten wir sie 4 Stunden in den Keller. Diese Zeit nutzen wir, um in der Wohnungsmitte einen sogenannten Fogger aufzustellen. Alle Fenster verschlossen, Fogger in die Wohnungsmitte und den Sprühkopf arretieren und fluchtartig die Wohnung fuer 2 Stunden verlassen. Ein Kinobesuch bot sich an. Danach zurueck und alle Fenster aufgerissen und nochmal 1 Stunde Kaffee trinken. Ein gruendliche Staubsaugerbehandlung der ganzen Wohnung bescherte uns bis zum heitigen Tage ein flohfreies Tier. Selbstverstaendlich sind wir nicht so naiv zu glauben, dass nun alle Tiere tot seien, aber in Zukunft werden wir die ersten Anzeichen schneller erkennen und ruhiger mit der Problematik umgehen.